Und wo ist der Haken?

Gott möchte sich uns verschenken, möchte uns ohne Maß lieben und befreien „ und zwar als Geschenk. Ein Geschenk kann man annehmen, oder nicht. Es gibt natürlich viele Ausreden, um das Geschenk, das Gott uns anbieten, nicht anzunehmen. Ein paar Beispiele, die wir alle kennen: 

„Ich brauche Gott nicht“. Haben wir wahrscheinlich alle schon einmal gesagt und dabei übersehen, dass wir als endliche Wesen für eine Beziehung auf den unendlichen Gott hin geschaffen sind. Dazu: wer sagt, er brauche Gott nicht, meint meistens, dass er auch ohne Gott glücklich werden wird. Dabei übersieht er aber, dass nicht Glück, sondern Liebe, Vergebung und Friede mit Gott und unseren Mitmenschen das Wichtigste ist. 

„Ich müsste zu viele Dinge aufgeben“. Vielleicht jene Sachen, von denen wir wissen, dass sie falsch sind und eine freundschaftliche Beziehung zu Gott und unseren Mitmenschen behindern. Dabei dürfen wir aber nicht vergessen, dass Gott uns liebt. Er bittet uns nur solche Sachen aufzugeben, die uns (langfristig) schaden. Wenn ein Kind mit einem Messer spielt, verbietet man es dies zu tun, nicht weil man ein Spaßverderber ist, sondern, weil man nicht will, dass sich das Kind verletzt. Und: was wir aufgeben ist Staub im Vergleich zu dem, was wir bekommen. Wenn wir Jesus den Rücken kehren, geht uns das „Leben in Fülle“ (vgl. Joh. 10,10) durch die Lappen.

„Später ist Zeit genug, vielleicht in der Rente.“ Wir alle schieben oft Entscheidungen vor uns her. Aber, wie auch in anderen Bereichen des Lebens, die Entscheidungen werden nicht leichter, indem wir sie nicht treffen. Außerdem: wenn uns jemand ein Geschenk anbietet, dann nehmen wir es einfach an, oder?

„Irgendwo muss doch ein Haken sein, oder?“ In unserer Leistungsgesellschaft fällt es uns einfach schwer, etwas anzunehmen, das umsonst ist. Wenn etwas gratis ist, muss doch irgendwo ein Haken sein. Letztlich ist aber die Beziehung mit Gott nur von uns aus gesehen umsonst, für Jesus keineswegs. Er musste dafür mit seinem eigenen Blut am Kreuz bezahlen. Für uns ist die Sache leicht, für Jesus war sie nicht leicht.

 
 
   
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